Deutscher Fachjournalisten Verband

Peter Höbel, Thorsten Hofmann: Krisenkommunikation

Zum Buch: Peter Höbel ist Geschäftsführer der Unternehmensberatung "crisadvice" und berät in Krisenfällen. Prof. Dr. Thorsten Hofmann ist geschäftsführender Gesellschafter von "Advice Partners" und Chairman des weltweiten Agenturnetzwerks „Ecco International Public Relations“. Die überarbeitete zweite Auflage des Buchs "Krisenkommunikation" thematisiert aus PR-Sicht den grundsätzlichen kommunikativen Umgang mit Krisen.

Die Themen: Grundlagen (u.a. sechs Faktoren der Krise) – Prävention (z.B. Krisentraining) – Intervention (z.B. Produkt- und Finanzkrise).

Zusammenfassung: Die moderne Wirtschaft und Gesellschaft erhöhen die Krisengefahr. Verschiedene Verstärker, insbesondere Social Media, begründen die Relevanz und Brisanz dieses Themas. Das Buch befasst sich mit den Eigenarten und Besonderheiten von Krisen, um darauf Grundsätze und Verhaltensregeln für den angemessenen und erfolgreichen Umgang mit Krisen abzuleiten. Nach einer breiten Einführung folgen Ansätze und Maßnahmen der Vorbereitung auf mögliche Krisen. Vielfältige Fragen der kommunikativen Einflussnahme auf das Krisengeschehen erweitern die Vorgehensweise der Autoren. Das Buch ist beispielhaft und verständlich geschrieben, orientiert sich an der Praxis und vermittelt ein umfassendes Konzept der Krisenkommunikation. Für Betroffene, deren Pressesprecher und Berater eine recht hilfreiche und nützliche Veröffentlichung.

Newsletter Deutscher Fachjournalisten Verband, 03. April 2014

Manuela Seubert Kommunikation & Text

Rezension: Krisenkommunikation von Höbel/Hofmann (Auszug)

von Manuela Seubert, 08.05.2014

(...) Peter Höbel und Thorsten Hofmann haben mit der kürzlich erschienenen, zweiten Auflage von “Krisenkommunikation” laut eigenen Worten ein bescheidenes Anliegen: Wenn es uns gelingt, zu sensibilisieren und damit dazu beizutragen, in Unternehmen und Organisationen durch geeignete Maßnahmen das kommunikative Handeln in Krisenfällen zu professionalisieren, haben wir ein wichtiges Ziel erreicht. (Vorwort von Höbel/Hofmann, S. 8) Dazu haben die beiden Autoren ihr Werk in drei Hauptteile unterteilt: Grundlagen, Prävention und Intervention.(...)

Mein Fazit: Mit diesem Buch haben Sie ein komplettes Bild der Krisenkommunikation in der Hand, das aufgrund seiner klaren Sprache und der aktuellen Beispiele ein Lesevergnügen selbst für Fachfremde darstellt. Die gut strukturierte Gliederung macht es leicht, einzelne Teilbereiche nachzuschlagen. Checklisten, Empfehlungen und Tipps runden die Praxistauglichkeit des Buches ab.

Ich wünsche Ihnen viel Lesefreude und vor allem krisenfreie Zeiten!

http://www.seubert-pr.de/blog/2014/05/08/rezension-krisenkommunikation-hoebel-hofmann/

BJVreport, Buchtipps

Schneller sein als die Krise

von Barbara Weidmann, 1/2014

Abwiegeln, dementieren und schonungslose Aufklärung versprechen, das funktioniert nicht. Vielleicht hätte die Chefetage des ADAC vor der Verleihung des Gelben Engels noch kurz die Neuauflage von „Krisenkommunikation“ zur Hand nehmen sollen! „Wenn zum medialen Halali geblasen wird, muss stets mit dem Worst Case gerechnet werden“, warnen Peter Höbel und Thorsten Hofmann. Weil dieser Worst Case inzwischen auch zum Shitstorm im Netz kumulieren kann, erscheint das Buch nach sechs Jahren komplett überarbeitet. Zwar hätte sich Krisenmanagement durch Social Media nicht geändert, beobachten die Autoren. Letzteres die Mechanismen aber deutlich beschleunigt. Viel mehr Kanäle müssten beobachtet und integriert werden. Umso wichtiger gute Vorbereitung, etwa durch Anlegen eines Krisenhandbuches oder einer Notfall-„Darksite“ für den Webauftritt. Ein vielfältiges Spektrum wird abgedeckt – vom Betriebsunfall, gefährlichen Produkten, Personenkrisen, feindlichen Übernahmen bis hin zu kriminellen Akten oder Naturkatastrophen. Immer geht es um Schadensbegrenzung, Führung, Transparenz und Vertrauen. Verschiedene Gruppen oder Usertypen müssen adäquat angesprochen, auch psychologische Aspekte wie menschliche Urängste berücksichtigt werden. Interessant: Abwehrtaktiken gegen „Berichterstattungsangriffe“. Mit Worst Practice-Beispielen und vielen Checklisten rücken Höbel und Hofmann mögliche Defizite ins Licht. 

Peter Höbel, Thorsten Hofmann: Krisenkommunikation. 2. Völlig überarbeitete Auflage, UVK Konstanz und München, 2014, 256 Seiten, 24,99 Euro, ISBN 978-3-86764-211-8

BJVreport, Ausgabe 1/2014

Blickpunkt öffentliche Gesundheit

Kommunikation im Krisenfall

Für eine Krisensituation gibt es keine Patentrezepte. Während die sogenannte Risikokommunikation das Ziel hat, aufzuklären und für eine mögliche Gefahr zu sensibilisieren, ist bei der Krisenkommunikation das kritische Ereignis schon eingetreten. Eine solche Situation kann z. B. sein: eine Grippepandemie, das Auftauchen verunreinigter Lebensmittel, ein nosokomiales Ausbruchsgeschehen, Naturkatstrophen sowie Großschadensereignisse durch chemische bzw. toxikologische Gefahren. Im Krisenfall ist ein schnelles Reagieren, die Transparenz der geplanten Schritte, der offensive Umgang mit vorläufigen Erkenntnissen, die Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit der Aussagen ganz wesentlich. So können Panikreaktionen in der Bevölkerung, Spekulationen, Gerüchte und Falschmeldungen größtenteils vermieden werden. In dem Buch „Krisenkommunikation“ werden anhand von mehreren unterschiedlichen Beispielen Handlungs- und Kommunikationsempfehlungen dargelegt. Im ersten Teil beschreiben die Autoren den Begriff der Krise und die unterschiedlichen Krisentypologien. Der Teil II erläutert, wie man sich auf schwierige Situationen vorbereiten kann (Prävention) und der dritte Teil geht auf die geeignete Reaktion (Intervention) im Krisenfall ein. Seit der rasanten Entwicklung der Sozialen Medien sind ganz neue öffentliche Räume geschaffen worden, die einen Einfluss auf den Verlauf und die Bewältigung einer Krise haben, auch das haben die Autoren berücksichtigt. Die Veröffentlichung ist als Einstieg in die Materie bestens geeignet. Individuell erstellte Krisenpläne kann dieses Handbuch nicht ersetzen, jedoch gibt es zahlreiche Anregungen, wie eine professionelle Kommunikation im Krisenfall aussehen kann.

Höbel, Peter; Hofmann, Thorsten

Krisenkommunikation.

2., völlig überarbeitete Auflage.

Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft 2014, 255 S., 24,99 EUR

ISBN 978-3-86764-211-8

PR-Report

Krisenkommunikation

01.03.2014

Neue Auflage des Standard-Werks zur Krisenkommunikation: In dieser Ausgabe spielt der „Krisenturbo“ Social Media natürlich eine hervorgehobene Rolle; außerdem dienen zahlreiche Fälle der jüngeren Vergangenheit als Lehrbeispiel – darunter die Loveparade, EHEC, Kachelmann oder Uli Hoeneß. Die Autoren unterscheiden eine ganze Reihe von Krisen: Produktkrisen, Personenkrisen, Krisen, die bei Unternehmensübernahme entstehen, bis hin zu Fällen wie Erpressung und Entführung. Dazu gibt es praktische Tipps zu allen Aspekten der Krise: Von der Erstellung eines Manuals bis zur angemessenen Garderobe im Ernstfall. Das Buch ist modular aufgebaut, damit sich – so der Wunsch der Autoren – auch fachfremde Manager zurechtfinden. Mit Peter Höbel und Thorsten Hofmann nehmen sich zwei Profis dem Thema Krise an, exzellent geschrieben ist das Buch außerdem. Was will man mehr?

PR-Report, Ausgabe 2/2014

ekz.bibliotheksservice

Krisenkommunikation / Thorsten Hofmann; Peter Höbel

von Uwe-Friedrich Obsen, 10.03.2014

Hausgemachte Skandale, korrupte Manager, Finanzkrise, Tsunamis, Feuersbrünste, böswillige Gerüchte, Entführungen und Erpressungen, Giftspielzeug "Made in China" – die Krise hat viele Gesichter, und die Kommunikation darüber ist oft noch erschreckender als der eigentliche Zwischenfall. Die Autoren, Unternehmensberater und Lehrbeauftragte für Krisenmanagement und -kommunikation, haben ihr gleichnamiges Handbuch zum Wesen und zum Umgang mit Krisenfällen von 2008 (hier nicht angezeigt) nun aktualisiert und erweitert. Dabei sind die komplexen Stadien einer Krise verständlich und kompakt erklärt und sowohl unter medialen wie auch psychologischen Gesichtspunkten analysiert. Neu und ausführlich das Kapitel "Wie Social Media die Krisenkommunikation verändert".

Beispielszenarien zu den o.g. Themen weisen für jede Krise nach einheitlichem Raster Wege zu einer adäquaten Kommunikationsform und durchdachten Strategie. Ob Bürgertelefon, Frühwarnsystem, Telefon- und Verhaltenstraining, Kurse für Stressmanagement, Alarmtests oder Manuals - entsprechend breit das Spektrum. Zielgruppe: Studenten, PR-Profis, Manager.

ekz.bibliotheksservice, Ausgabe 1/2014

Grundlagenwerk über Krisenkommunikation komplett überarbeitet

von Thomas Dillmann, Bad Honnef, 04.02.2014

Die Entwicklung der Sozialen Medien hat die Verläufe von Krisen stark verändert. Informationen aber auch Gerüchte verbreiten sich durch das Social Web rasant. Die Wechselwirkungen mit den Offline-Medien erbringen ihr Übriges, um Verantwortliche vor neue Herausforderungen in der Krisenkommunikation zu stellen. Gleichzeitig bieten die Kommunikationskanäle Unternehmen mehr Möglichkeiten für eine gezielte Aktion und Reaktion. Der wachsenden Rolle der Social Media widmen sich Peter Höbel und Thorsten Hofmann in der zweiten, völlig überarbeiteten Auflage ihres Standardwerks „Krisenkommunikation“. Krisenprävention im Web, praktische Hinweise für die richtige Reaktion im Krisenfall und Reputationsaufbau machen die Autoren anhand von praktischen Beispielen anschaulich.

Für die Grundlagen der Krisenkommunikation geben die Krisenexperten in ihrem Standardwerk eine neu angepasste, zuverlässige Navigationshilfe, sensibilisieren für die Vorbereitung auf schwierige Situationen (Prävention) und zeigen angemessene Reaktionen im Krisenfall (Intervention). Für die zweite Auflage haben die Autoren zudem ihre Krisentypologie von neun auf zwölf Krisenarten erweitert. Diese reichen von Unfall, gefährlichen Produkten, Personenkrisen und feindlichen Übernahmen bis zu kriminellen Akten, Naturkatastrophen und internationalen Krisen. Die Krisen werden durch jüngste, praktische Vorfälle anschaulich erläutert und nach einem einheitlichen Schema vorgestellt, um Wirkmechanismen in Krisen, häufige Fehler und wie diese vermieden werden können, darzustellen.

http://www.pr-journal.de/index.php?option=com_content&view=article&id=14219:grundl,%252004.02.2014 

Krise, welche Krise? Diese!

17.12.2013

Ja, es ist ein Buch, das man auf alle Fälle rechtzeitig studieren sollte, denn es geht um "Krisenkommunikation", genauer, um die zweite völlig überarbeitete Auflage des Titels von Peter Höbel und Thorsten Hofmann.

Denn das Motto der Autoren ist: "Krisen meistert man am besten, indem man ihnen zuvorkommt". Der Inhalt: Grundlagenwissen über den PR-Umgang mit Krisen, wie man sich auf schwierige Situationen vorbereitet (Prävention) und wie man im Krisenfall (Intervention) angemessen reagiert. Der potenzielle "Krisenverstärker" Social Media spielt in der Realität und damit auch im Buch eine immer größer werdende Rolle.

Aktualisierte Fälle werden nach einem einheitlichen Schema vorgestellt, das ein Interventionsmerkmal, die geeignete Vorgehensweise, häufige Fehler und Praxisbeispiele umfasst. Personelle, räumliche und technische Ausstattung werden ebenso beschrieben wie Strategie, Taktik und Aktionspläne. Auch der Teil "Krisen-Training" wurde erheblich ausgeweitet.

Obwohl das Buch wie zum Beispiel beim wichtigen Thema "New Media Monitoring" kaum ins Detail einsteigen kann, stellt es einerseits das für das Verständnis von Krisen relevante Wissen aus Psychologie, Betriebswirtschaft und Kommunikationswissenschaft übersichtlich zur Verfügung und überzeugt andererseits durch einen konsequenten Praxisbezug mit zahlreichen Beispielen, Handlungsempfehlungen, Checklisten und Tipps. Es sollte daher in keiner professionellen PR-Handbibliothek fehlen!

http://www.medienmilch.de/frischmilch/exklusiv/kommentar/artikel/details/104377krise-welche-krise-diese/ 

Rezension: "Krisenkommunikation"

16.01.2014

Krisensituationen entstehen für Unternehmen meist zu ungünstigen Zeiten. Oft sind sie unvorhersehbar und nur wenige wissen, wie man in einem solchem Fall richtig zu reagieren hat. Das Buch „Krisenkommunikation“ von Peter Höbel und Thorsten Hofmann liefert für solche Situationen ein gutes Grundlagenwissen.

Das Buch besteht aus drei Teilen: den Grundlagen der Krisenkommunikation, der Prävention von Krisen und der Intervention wenn eine Krise bereits eingetreten ist. Der erste Teil beschreibt im Allgemeinen das Wesen einer Krise, während in der Prävention beschrieben wird, wie man sich im Voraus auf mögliche Krisen vorbereiten kann. In der Intervention erklären die Autoren, wie man sich in verschiedenen Fällen von Krisen adäquat Verhält. Auch sind typische Fehler von Führungskräften dargestellt, und es wird erklärt, wie diese vermieden werden können.

Gerichtet ist das Buch „Krisenkommunikation“ an eine breite Zielgruppe, die von Studenten bis hin zu Experten in Kommunikationsabteilungen reicht. Die klare Struktur des Buches macht trotz viel vermitteltem Fachwissen das Lesen und das Nachschlagen von einzelnen Teilbereichen sehr einfach. Wichtige Punkte sind in Checklisten zusammengefasst.

Gelungen ist, dass das Buch allgemeine sowie aktuelle Themen anspricht, die von Krisenkommunikation über Social Media bis hin zu Produkt- oder Finanzkrisen reichen. Auch geht das Buch über den nationalen Bereich hinaus. Es definiert auch eine internationale Krise und die in einem solchem Fall richtige Vorgehensweise. „Kulturelle Faktoren“, „unterschiedliche Medienlandschaften“, „Sprachbarrieren“ und „unterschiedliche Rechtssysteme“ werden als besonders zu beachtende Faktoren genannt. Als Praxisbeispiel nennt das Buch die Krise des finnischen Konzerns Nokia. „Dabei hätten viele Fehler mit einer professionell international abgestimmten Krisenkommunikation verhindert werden können“ (S.247).

Allgemein ist zu sagen, dass Peter Höbel und Thorsten Hofmann, die als Geschäftsführer der Unternehmensberatung „crisadvice“ und geschäftsführender Gesellschafter von „ADVICE PARTNERS“ arbeiten, ihr breites Hintergrundwissen erfolgreich anwenden, um den Leser Grundkenntnisse der Krisenkommunikation zu vermitteln. Die Autoren hätten an einigen Stellen mehr ins Detail gehen können, haben aber im Allgemeinen die wichtigsten Aspekte von Krisen und deren Bewältigung aufgezeigt.

http://www.ctva.de/de/service/news/details/article/rezension-krisenkommunikation.html